Forschungsprojekte







"Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich der Erhaltung und innovati-ven Nutzung der Biologischen Vielfalt bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
"Erhaltung des Grünlandes im Naturpark Thüringer Wald durch optimierte, gesamtbetriebliche Nutzungskonzepte" (OPTIGREEN)

Wir sind gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband (LPV) Thüringer Wald e.V. und dem Thünen-Institut für Biodiversität (TI-BD) Projektpartner

Um den aktuellen ökologischen Zustand des Berggrünlandes zu erfassen und Entwicklungspotentiale abzuschätzen, wird durch das Projekt eine effiziente, auf andere Regionen übertragbare Methode zur großräumigen Erfassung und Bewertung von Berggrünland, differenziert nach Grünland-Vegetationstypen, entwickelt und angewendet. Für die Schnellansprache der Grünlandvegetation im Gelände wird ein praxistauglicher und übertragbarer Grünlandboniturschlüssel erarbeitet und verifiziert.
Das Projekt liefert einen konkreten Beitrag zur Weiterentwicklung der Agrobio-diversitätsstrategie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).
Konkret sollen mit dem Projekt folgende Ziele erreicht werden:
1. Entwicklung und modellhafte Anwendung einer Methode zur großräumigen Erfassung und Bewertung des Dauergrünlandes eines Naturraumes am Beispiel des Naturparkes Thüringer Wald.
2. Erarbeitung und Verifizierung eines praxistauglichen, auf andere Mittelgebirgs¬regionen übertragbaren, Grünlandboniturschlüssels für die Schnellansprache der Grünlandvegetation im Gelände.
3. Erfassung und Bewertung des Dauergrünlandes innerhalb und außerhalb der in der Agrarstatistik (Integriertes Verwaltungs- und Kontrollsystem, InVeKoS) erfassten Flächenkulisse.
4. Abschätzung und Bewertung des Entwicklungspotentials von Grünland-beständen.
5. Erfassung und Bewertung des Berggrünlandes von repräsentativen Landwirt¬schaftsbetrieben und Erarbeitung optimierter, gesamtbetrieblicher Nutzungs- und Pflegekonzepte unter Einbeziehung konventioneller, ökologischer und alternativer Verwertungs- und Vermarktungsmöglichkeiten.
6. Erarbeitung von modellhaften, übertragbaren Entscheidungshilfen für die Nutzung und Pflege von Grünland-Vegetationstypen.
7. Weiterentwicklung von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen sowie alternativen (nicht staatlichen) Finanzierungsmöglichkeiten für Dauergrünland.
8. Entwicklung von Beratungsansätzen sowie Qualifizierungsmaßnahmen, die insbesondere die Einbindung von Klein- und Kleinstbetrieben sowie von Betriebsnachfolgern und Junglandwirten in eine möglichst flächendeckende Grünlandbewirtschaftung befördern.
9. Erarbeitung eines Kommunikationskonzeptes, um das gesellschaftliche Bewusstsein und eine breite Akzeptanz und Langfristigkeit für die Bedeutung von artenreichem Berggrünland zu erreichen und das Marketing von regionalen Grünlandprodukten zu unterstützten.
10. Durchführung des Wissenstransfers in die Praxis durch die Einbindung regionaler Akteursgruppen (Land- und Forstwirte, Naturschützer, Berater, Wissenschaftler sowie Kommunen, Verbraucher und Tourismusverbände).
11. Sicherstellung einer bundesweiten Übertragbarkeit der Ergebnisse durch die Kooperation mit Bundesverbänden (z. B. Verband Deutsche Naturparke, Deutschen Verband für Landschaftspflege), die Beteiligung des Deutschen Grünlandverbandes und der Bundesressortforschung.